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Catena-X Beratung und Implementierung.

RITTWEGER + TEAM begleitet Unternehmen beim strukturierten Einstieg in Catena-X – von der Eignungsprüfung und Auswahl eines wirtschaftlich sinnvollen Use Cases über die Aufbereitung von Produkt-, CO₂-, Zertifikats- und Lieferkettendaten bis zum Onboarding und ersten produktiven Datenaustausch. Verständlich und mit geringstem Zeitaufwand für Sie.

Wir verbinden Datenraumstrategie mit Fachkompetenz zu Digitalem Produktpass, Product Carbon Footprint, Kreislaufwirtschaft und ESG. Die technische Lösung wählen wir plattformneutral aus und koordinieren ihre Implementierung gemeinsam mit einem geeigneten externen Anbieter.

Logo des Unternehmens Catena-X. Catena-X baut die gemeinsame Dateninfrastruktur der Automobil-Lieferkette auf, damit Unternehmen standardisiert Daten zu CO2, Qualität, Rückverfolgbarkeit, Produktpässen und Lieferketten austauschen können.

Standardisierte Daten sicher und souverän austauschen – fachlich belastbar, technisch anschlussfähig und im Unternehmen dauerhaft nutzbar.

Warum Unternehmen jetzt eine Catena-X-Strategie brauchen

Ein Zertifikat wird heute häufig nicht einmal bereitgestellt, sondern immer wieder: in unterschiedlichen OEM-Portalen, per E-Mail, als PDF, in Tabellen oder über kundenspezifische Schnittstellen. Das Gleiche gilt zunehmend für Product Carbon Footprints, Produktpassdaten, Qualitätsinformationen und Lieferkettendaten.

Was für einen Kunden aufbereitet wurde, kann beim nächsten häufig nicht ohne Weiteres wiederverwendet werden. Die Folge sind Mehrfachpflege, Medienbrüche, uneinheitliche Datenstände, manuelle Prüfungen und ein wachsender Abstimmungsaufwand zwischen Nachhaltigkeit, Qualität, Einkauf, Vertrieb und IT.

Catena-X setzt an dieser Fragmentierung an. Gemeinsame Standards, Datenmodelle, Schnittstellen und Prozesse sollen dafür sorgen, dass Informationen von unterschiedlichen Unternehmen und Softwarelösungen einheitlich interpretiert und interoperabel ausgetauscht werden können. Nach der ersten technischen und organisatorischen Anbindung lassen sich weitere Anwendungsfälle schrittweise ergänzen.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: Welche Daten haben wir? Sondern: Sind diese Daten eindeutig zugeordnet, aktuell, prüffähig, standardkonform und für den vorgesehenen Anwendungsfall austauschbar?

Catena-X vereinfacht den Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten bei Zertifikaten, Product Carbon Footprints, Produktpassdaten, Qualitätsinformationen und Lieferkettendaten durch gemeinsame Standards, Datenmodelle, Schnittstellen und Prozesse. RITTWEGER und TEAM begleitet Sie unkompliziert und fachkundig beim Einstieg.

Darstellung der Datenflüsse mit und ohne Catena-X. Ohne Catena-X müssen Zertifikate, Product Carbon Footprints und viele weitere Daten meist für jeden Kunden aufbereitet und separat zugearbeitet werden. Catena-X erleichtert dies über Standardisierung und eine einheitliche Schnittstelle.

Aktuell 2026: Geförderter Einstieg über den Data Space Accelerator

Bis zu 30.000 Euro Netto-Vergütung für einen produktiven Catena-X-Einstieg

Der Data Space Accelerator ist eine öffentlich finanzierte Studie, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in den Catena-X-Datenraum erleichtern soll. Die Vergütung wird nach Erreichen und Prüfung festgelegter Meilensteine pauschal ausgezahlt und kann auch zur Deckung interner Arbeitsaufwände mitgenutzt werden. 

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Was ist Catena-X?

Catena-X schafft gemeinsame Regeln für den Datenaustausch in der Wertschöpfungskette.

Catena-X ist ein offenes und kollaboratives Datenökosystem. Es verbindet Hersteller, Zulieferer, Lösungsanbieter und Dienstleister entlang mehrstufiger Wertschöpfungsketten. Gemeinsame Standards regeln, wie Datenmodelle, Schnittstellen, Identitäten, Zugriffsrechte und Prozesse zusammenspielen müssen, damit Informationen interoperabel und skalierbar ausgetauscht werden können.

Zu den Anwendungsfeldern gehören unter anderem:

  • Product Carbon Footprint und CO₂-Daten
  • Digitale Produktpässe
  • Unternehmens- und Managementzertifikate
  • Rückverfolgbarkeit von Materialien, Bauteilen und Produkten
  • Qualitätsmanagement
  • Bedarfs- und Kapazitätsmanagement
  • kurzfristiges Lieferkettenmanagement
  • Kreislaufwirtschaft und Materialinformationen

Catena-X stellt damit keine einzelne Software dar. Es schafft die gemeinsamen fachlichen und technischen Regeln, nach denen unterschiedliche zertifizierte Lösungen miteinander arbeiten können.

Catena-X, Cofinity-X, Gaia-X und IDSA: Wer übernimmt welche Aufgabe?

Catena-X – Standards und Governance

Der Catena-X Automotive Network e. V. koordiniert die Entwicklung des offenen Datenökosystems. Mitglieder arbeiten an Datenmodellen, technischen Standards, Zertifizierungsrahmen, Governance-Regeln und neuen Use Cases.

Cofinity-X – der operative Zugang

In Europa erfolgt der operative Zugang zum Catena-X-Datenraum derzeit über Cofinity-X. Dazu gehören unter anderem das Unternehmens-Onboarding, die Vergabe beziehungsweise Bereitstellung der Business Partner Number, Identitäts- und Wallet-Dienste, der Zugang zu den Datenraumdiensten sowie ein Marktplatz für Anwendungen und Services.

Gaia-X – der Vertrauensrahmen

Gaia-X definiert gemeinsame Regeln und überprüfbare Nachweise für vertrauenswürdige digitale Ökosysteme. Gaia-X betreibt selbst weder den Catena-X-Datenraum noch einen zentralen Speicher.

IDSA – die Referenzarchitektur

Die International Data Spaces Association entwickelt Referenzarchitekturen, Regeln und Protokolle für souveräne Datenräume. Sie beschreibt, wie Unternehmen Daten unter klaren Nutzungsbedingungen sicher und interoperabel austauschen können. Auch die IDSA betreibt selbst keinen zentralen Catena-X-Datenspeicher.

Was Catena-X für Unternehmen konkret verändert

  • 1. Unternehmenszertifikate nur einmal strukturiert bereitstellen

    ISO-, Qualitäts-, Sicherheits-, Nachhaltigkeits- und Managementzertifikate müssen heute häufig in mehreren Kundenportalen separat hochgeladen, aktualisiert und geprüft werden. Der Catena-X-Anwendungsfall Company Certificate Management ermöglicht, Zertifikatsinformationen standardisiert bereitzustellen und für berechtigte Geschäftspartner nutzbar zu machen.

    Damit entsteht das Potenzial, Mehrfachpflege, unterschiedliche Datenstände und wiederholte manuelle Uploads zu reduzieren. Die konkrete Automatisierung hängt von der eingesetzten Anwendung und der Anbindung der beteiligten Partner ab.

  • 2. Product Carbon Footprints entlang der Lieferkette austauschen

    Ein Product Carbon Footprint wird für viele Unternehmen erst dann wirklich wertvoll, wenn er nicht nur als PDF vorliegt, sondern produktbezogen, methodisch nachvollziehbar und maschinenlesbar weitergegeben werden kann.

    Catena-X schafft gemeinsame Grundlagen für den interoperablen Austausch lieferantenspezifischer PCF-Daten. Voraussetzung bleibt, dass Systemgrenzen, Berechnungsmethoden, Primär- und Sekundärdaten, Bezugszeiträume, Versionen und Nachweise fachlich belastbar dokumentiert sind.

  • 3. Digitale Produktpässe anschlussfähig aufbauen

    Digitale Produktpässe benötigen strukturierte Produkt-, Material-, Herkunfts-, CO₂-, Reparatur- und Kreislaufdaten. Catena-X stellt dafür eine offene und anbieterneutrale Grundlage für interoperable Produktdaten innerhalb der automobilen Wertschöpfungskette bereit.

    Ein Catena-X-Anschluss erzeugt jedoch nicht automatisch einen vollständigen Digitalen Produktpass. Zunächst müssen relevante Produkte und Komponenten eindeutig identifiziert, Datenquellen erschlossen, Nachweise geprüft und die Informationen in geeignete Datenmodelle überführt werden

 

  • 4. Rückverfolgbarkeit und Qualität über Unternehmensgrenzen hinweg verbessern

    Für Rückverfolgbarkeit und Qualitätsmanagement müssen Informationen aus unterschiedlichen Stufen der Lieferkette miteinander verbunden werden: von Unterkomponenten und Materialien über Bauteile bis zum Fahrzeug. Standardisierte Diagnose-, Schadens-, Produktions- und Produktdaten können gemeinsame Analysen erleichtern, Fehlerursachen früher sichtbar machen und die Nachverfolgung betroffener Komponenten unterstützen.

  • 5. Bedarf, Kapazitäten und Lieferfähigkeit gemeinsam steuern

    Bedarfs- und Kapazitätsinformationen werden heute häufig in unterschiedlichen Formaten, zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit voneinander abweichenden Planungsständen ausgetauscht. Gemeinsame Datenmodelle schaffen eine Grundlage für abgestimmte Prognosen, Kapazitätsmeldungen und kurzfristiges Lieferkettenmanagement.

  • 6. Datenverantwortung wird zu einer unternehmensweiten Aufgabe

    Catena-X ist nicht nur ein IT-Projekt. Für jeden Use Case muss geklärt werden:

    • Welches Produkt, Bauteil oder Unternehmen wird eindeutig identifiziert?
    • Welche Datenquelle ist maßgeblich?
    • Welche Pflichtfelder und Nachweise werden benötigt?
    • Wer ist für Erstellung, Prüfung und Freigabe verantwortlich?
    • Welche Geschäftspartner dürfen welche Daten erhalten?
    • Welche Nutzungsbedingungen gelten?
    • Wie werden Aktualisierungen, Versionen und Korrekturen gesteuert?

Damit betrifft Catena-X neben der IT regelmäßig auch Nachhaltigkeitsmanagement, Qualität, Produktentwicklung, Einkauf, Vertrieb, Compliance und Geschäftsführung.

Der Anschluss ist technisch. Die eigentliche Arbeit liegt in den Daten.

Ein Datenraumkonnektor kann Identitäten prüfen, Datenangebote sichtbar machen, Nutzungsbedingungen vereinbaren und einen Transfer initiieren. Er kann jedoch keine fehlenden Produktdaten erzeugen, widersprüchliche Zertifikatsstände bereinigen, einen PCF fachlich korrekt berechnen oder unklare Verantwortlichkeiten im Unternehmen auflösen.

Ein Datensatz kann erst produktiv ausgetauscht werden, wenn unter anderem:

  • eine geeignete Datenquelle vorhanden ist,
  • das Produkt oder Unternehmen eindeutig identifiziert wurde,
  • der Geschäftspartner und sein technischer Endpunkt gefunden werden können,
  • das Datenangebot für den Partner sichtbar ist,
  • gültige digitale Identitäten und gegebenenfalls Nachweise vorliegen,
  • Zugangs- und Nutzungsbedingungen akzeptiert wurden,
  • und der Transfer technisch verfügbar ist.

Deshalb beginnen wir nicht mit der Auswahl einer Software, sondern mit Use Case, Datenlage und Business Case.

Unsere Leistungen für Catena-X:

Strategie und Readiness

  • Catena-X-Eignungscheck
  • Analyse von Kunden-, OEM- und Lieferkettenanforderungen
  • Business Case und Aufwand-Nutzen-Betrachtung
  • Auswahl und Priorisierung geeigneter Use Cases
  • Entwicklung einer Catena-X-Roadmap
  • Bewertung von Teilnahme- und Fördervoraussetzungen
  • Abstimmung zwischen Geschäftsführung, IT und Fachbereichen

Daten und fachliche Anforderungen

  • Inventur vorhandener Produkt-, Material-, CO₂-, Zertifikats- und Lieferkettendaten
  • Data-Quality- und Gap-Analyse
  • Definition von Pflichtfeldern, Nachweisen und Verantwortlichkeiten
  • Vorbereitung Digitaler Produktpässe
  • Product Carbon Footprint und Scope-3-Daten
  • Strukturierung von Unternehmens- und Managementzertifikaten
  • Ableitung von Mapping-Anforderungen für Catena-X-Datenmodelle
  • Aufbau einer prüffähigen Daten- und Nachweislogik

Onboarding und technische Koordination

  • Plattformneutrale Auswahl geeigneter Anwendungen und Serviceanbieter
  • Anforderungsmatrix und Angebotsvergleich
  • Begleitung des Catena-X-Onboardings
  • Koordination von Business Partner Number, Identitäts- und Wallet-Prozessen
  • Abstimmung von Connector, App und Datenquellen
  • Schnittstellenkonzeption für ERP, PLM, MES, LCA-Tools und Datenbanken
  • Koordination von Einrichtung, Konfiguration, Tests und Abnahme
  • Abstimmung mit Kunden, Lieferanten und Datenaustauschpartnern

Umsetzung und Betrieb

  • Begleitung des ersten produktiven Datenaustauschs
  • Definition von Test- und Abnahmekriterien
  • Dokumentation von Datenflüssen und Nachweisen
  • Rollen- und Verantwortlichkeitsmodell
  • Datenfreigabe-, Aktualisierungs- und Korrekturprozesse
  • Governance für Zugangs- und Nutzungsbedingungen
  • Schulung der beteiligten Fachbereiche
  • Management- und Stakeholderkommunikation
  • Skalierungsplan für weitere Catena-X-Use-Cases

Begleitung des Data Space Accelerator

  • Eignungs- und Pfadprüfung
  • Unterstützung bei Interessenbekundung und Programmanmeldung
  • Baseline- und Follow-up-Fragebogen
  • Programm- und Meilensteinsteuerung
  • Koordination der technischen Lösung
  • Dokumentation des produktiven Datenaustauschs
  • Vorbereitung der erforderlichen Abschlussnachweise
  • Unterstützung bei der Abrechnung der Meilensteinvergütung

Häufige Fragen Catena-X (FAQ)

Ist Catena-X eine Software oder Plattform?

Nein. Catena-X ist ein Datenökosystem mit gemeinsamen Standards, Datenmodellen, Schnittstellen, Governance-Regeln und Zertifizierungsmechanismen. Für den praktischen Datenaustausch benötigen Unternehmen zusätzlich einen Datenraumzugang, einen Connector und eine geeignete Anwendung oder Integrationslösung.

Werden meine Unternehmensdaten bei Catena-X zentral gespeichert?

Nein. Der Nutzdatentransfer erfolgt grundsätzlich dezentral zwischen den Systemen der beteiligten Unternehmen. Der Datengeber legt fest, welche Informationen für welchen Partner und unter welchen Bedingungen bereitgestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Catena-X-Mitgliedschaft und der Teilnahme am Datenraum?

Die Mitgliedschaft im Catena-X Automotive Network e. V. richtet sich vor allem an Organisationen, die Standards, Governance und Weiterentwicklung des Ökosystems mitgestalten möchten. Die operative Teilnahme am Datenraum erfolgt über ein entsprechendes Onboarding beim Betreiber. Welche Rolle für ein Unternehmen sinnvoll ist, hängt von seinen Zielen ab.

Was ist eine Business Partner Number?

Die Business Partner Number, kurz BPN, ist eine eindeutige digitale Kennung für ein Unternehmen beziehungsweise einen Unternehmensstandort innerhalb des Catena-X-Ökosystems. Vor ihrer Vergabe werden die Unternehmensdaten überprüft. Die BPN unterstützt die eindeutige Zuordnung von Geschäftspartnern und Datenangeboten.

Was ist ein EDC-Connector?

Ein EDC-Connector ist eine technische Komponente für den souveränen Datenaustausch. Er kann Datenangebote bereitstellen, Identitäten und Zugangsregeln prüfen, Nutzungsbedingungen vereinbaren und den Datentransfer zwischen den beteiligten Systemen initiieren beziehungsweise steuern.

Müssen wir unser ERP-, PLM- oder MES-System ersetzen?

In der Regel nicht. Vorhandene Systeme können weiterhin als Datenquelle dienen. Häufig wird jedoch eine Anwendung, ein Adapter, eine Integrationsplattform oder eine Mapping-Schicht benötigt, um interne Daten in ein Catena-X-konformes Datenmodell zu übersetzen. Die konkrete Lösung hängt von Systemlandschaft und Use Case ab.

Mit welchem Use Case sollten wir beginnen?

Das hängt von Kundenanforderungen, Datenlage und wirtschaftlichem Nutzen ab. Company Certificate Management eignet sich häufig als vergleichsweise klar abgrenzbarer Einstieg. Für Unternehmen mit konkreten Nachhaltigkeits- oder Produktanforderungen können PCF, DPP, Traceability oder Circular Economy relevanter sein. Im Data Space Accelerator ist Company Certificate Management als erster Use Case verpflichtend.

Unterstützt Catena-X den Digitalen Produktpass?

Catena-X stellt gemeinsame Datenmodelle, Identifikations- und Austauschmechanismen für interoperable Produktdaten bereit. Ein vollständiger Digitaler Produktpass erfordert zusätzlich die fachliche Definition der benötigten Produkt-, Material-, Herkunfts-, CO₂-, Reparatur- und Kreislaufdaten.

Quellen  (Auswahl, Stand: August 2026)