Forschung & Entwicklung für zirkuläre Innovationen
Nachhaltige Transformation braucht mehr als gute Absichten. Sie braucht belastbare Methoden, nachvollziehbare Materialentscheidungen und Prozesse, die regulatorische Anforderungen, wirtschaftliche Realität und ökologische Wirkung zusammenführen.
RITTWEGER + TEAM verbindet Beratung, Design, Architektur, Nachhaltigkeitsmanagement und eigene Forschung. Wir entwickeln Methoden, Materialwissen und Prozesslogiken, mit denen Unternehmen zirkuläre, defossilisierte und regulatorisch anschlussfähige Lösungen in die Anwendung bringen können.
Unser Fokus liegt auf Fragen, für die es in der Praxis häufig noch keine fertigen Standards gibt: Wie lassen sich Materialien kreislauffähig auswählen? Wie werden Stoffströme bereits in der Design- und Planungsphase mitgedacht? Wie können Anforderungen aus EU Green Deal, EU-Taxonomie, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Dekarbonisierung in konkrete Entscheidungen übersetzt werden? Und welche Rolle spielen Materialien künftig als CO2-Speicher, Substitut fossiler Rohstoffe oder Ausgangspunkt neuer Geschäftsmodelle?


Warum wir forschen
Viele Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Die politischen und regulatorischen Leitplanken für Nachhaltigkeit werden konkreter, die praktische Umsetzung bleibt aber komplex. Besonders in der Bau- und Materialwirtschaft, im Produktdesign, in der Innenarchitektur und in industriellen Lieferketten müssen abstrakte Anforderungen in konkrete Entscheidungen übersetzt werden.
Dafür reichen klassische Beratungsansätze nicht immer aus. Es braucht eigene Entwicklung, systematische Recherche, Materialbewertung, Prozesslogik und Erprobung.
Unsere Forschung setzt genau dort an: an der Schnittstelle von Regulierung, Materialinnovation, Kreislaufwirtschaft, Design, Daten und praktischer Anwendung. Ziel ist nicht Forschung um der Forschung willen, sondern die Entwicklung von Werkzeugen, Methoden und Entscheidungsgrundlagen, die Unternehmen in realen Transformationsprozessen nutzen können.
Unsere Forschungsschwerpunkte
Zirkuläre Materialien und Stoffkreisläufe
Wir untersuchen Materialien nicht isoliert, sondern im Kontext ihrer Herkunft, Nutzung, Wiederverwendung, Recyclingfähigkeit und möglichen Substitution fossiler Rohstoffe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Produkte, Räume, Gebäude und Anwendungen so gestaltet werden können, dass Materialien möglichst lange im Kreislauf bleiben.
Taxonomiekonformes Planen und Bauen
Die EU-Taxonomie schafft einen Rahmen für die Einordnung nachhaltiger wirtschaftlicher Aktivitäten. Für die konkrete Planungs- und Baupraxis stellt sich jedoch die Frage, wie diese Anforderungen in Materialwahl, Entwurf, Ausschreibung, Umsetzung und Dokumentation übertragen werden können. Genau an dieser Übersetzung arbeiten wir methodisch.
Materialbibliotheken und Bewertungslogiken
Materialdaten müssen für Planerinnen, Entwickler, Unternehmen und Entscheider nutzbar sein. Deshalb entwickeln wir Materialbibliotheken und Bewertungsstrukturen, die nicht nur inspirieren, sondern bei der gezielten Auswahl kreislauffähiger und wiederverwendbarer Materialien unterstützen.
Carbon Removals und CO2-Speicherung in Materialien
Ein wachsendes Forschungsfeld ist die Frage, welche Materialien langfristig Kohlenstoff aus CO2 binden können und wie diese Eigenschaft methodisch bewertet werden kann. Dabei geht es nicht um pauschale Nachhaltigkeitsversprechen, sondern um nachvollziehbare Betrachtungen im Kontext von Materialeinsatz, Lebensdauer, Stoffstrom und Anwendung.
Defossilisierung von Produkten und Prozessen
Die Abkehr von fossilen Rohstoffen betrifft nicht nur Energie, sondern auch Materialien, Kunststoffe, Textilien, Verbundwerkstoffe, Chemieprozesse und Produktentwicklung. Wir erforschen, wie biobasierte, rezyklierte oder alternative Materialien sinnvoll in bestehende und neue Anwendungen integriert werden können.
Nachhaltigkeitsdaten, Scope 3 und ESG-Methodik
Transformation benötigt Daten. Gleichzeitig sind Daten zu Materialwirkungen, Lieferketten, Scope-3-Emissionen und Stoffströmen oft lückenhaft, uneinheitlich oder schwer vergleichbar. Unsere Forschungsarbeit befasst sich deshalb auch mit methodischen Ansätzen zur Strukturierung, Bewertung und Nutzung von Nachhaltigkeitsdaten.
Sie möchten Materialien, Produkte, Räume oder Bauprozesse zirkulär weiterentwickeln? Sie suchen eine belastbare Methodik für nachhaltige Materialentscheidungen, Taxonomieanforderungen oder Stoffstromkonzepte?
Dann sprechen Sie mit uns über Ihren Forschungs- und Innovationsbedarf.
Circular Material LAB: Forschung wird greifbar
Mit dem Circular Material LAB verfügt RITTWEGER + TEAM über einen eigenen Entwicklungs-, Test- und Transferraum für zirkuläre Materialien, Stoffkreisläufe und nachhaltige Produkt- und Raumkonzepte.
Das LAB ist Materialarchiv, Inspirationsraum, Forschungsumgebung und Schnittstelle zur Praxis zugleich. Hier werden Materialien nicht nur gesammelt, sondern eingeordnet, verglichen, diskutiert und für konkrete Anwendungen weitergedacht.
Im Circular Material LAB verbinden wir:
- Materialrecherche und Materialbewertung
- Entwicklung zirkulärer Konzepte
- Workshops und Wissenstransfer
- Bemusterung und Anwendungsszenarien
- Austausch mit Herstellern, Planenden und Unternehmen
- Transfer von Forschungserkenntnissen in Kundenprojekte
So entsteht ein Raum, in dem Kreislaufwirtschaft nicht abstrakt bleibt, sondern materiell erfahrbar wird.
Ausgezeichnete FuE-Kompetenz: BSFZ-Siegel für RITTWEGER + TEAM
RITTWEGER + TEAM ist Träger des BSFZ-Siegels für eigenbetriebliche Forschung und Entwicklung. Das Siegel wird von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage bereitgestellt, wenn für mindestens ein FuE-Vorhaben eine positive Bescheinigung vorliegt.
Für uns ist das Siegel ein externer Nachweis dafür, dass unsere Innovationsarbeit nicht nur beratend, sondern systematisch entwickelnd angelegt ist. Es unterstreicht unseren Anspruch, neue Methoden, Werkzeuge und Lösungsansätze für zirkuläre Transformation nicht nur zu beschreiben, sondern selbst zu entwickeln.
Im Mittelpunkt stehen dabei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu kreislauffähigen Materialien, taxonomiekonformem Planen und Bauen, Carbon Removals, Defossilisierung und neuen Branchenanwendungen.
Von der Forschung in die Anwendung
Unsere Forschung bleibt nicht im Konzeptstadium. Die Ergebnisse fließen direkt in Beratungs-, Design-, Architektur- und Nachhaltigkeitsprojekte ein.
Dazu gehören unter anderem:
- zirkuläre Material- und Produktkonzepte
- taxonomiekonforme Bau- und Planungskonzepte
- Materialrecherchen und Materialbibliotheken
- Scope-3- und Dekarbonisierungsansätze
- Circular-Economy-Strategien
- Nachhaltigkeitskommunikation mit belastbarer fachlicher Grundlage
- Innovationsprozesse für neue Materialien, Anwendungen und Geschäftsmodelle
So verbinden wir wissenschaftlich-methodische Entwicklung mit praktischer Umsetzbarkeit.
Forschungsprojekte
Forschungsprojekt: Taxonomiekonformes Planen & Bauen mit Materialbibliothek
In einem eigenbetrieblichen FuE-Vorhaben entwickelte RITTWEGER + TEAM eine Methodik für taxonomiekonformes Planen und Bauen auf Grundlage des EU Green Deals. Ergebnis ist unter anderem eine Materialbibliothek mit über 400 kreislauffähigen Materialien, eine Prozesslogik zur Stoffstromplanung und ein Ansatz zur Bewertung von Materialien als mögliche Carbon Removals.
Das Vorhaben wurde im Rahmen der Forschungszulage positiv beschieden.
Weitere Forschungsprojekte
Neben dem Forschungsprojekt zum taxonomiekonformen Planen und Bauen arbeitet RITTWEGER + TEAM an weiteren FuE-Vorhaben im Kontext von Kreislaufwirtschaft, Materialinnovation, Defossilisierung und nachhaltiger Transformation.