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Circular Material LAB im Reallabore-Innovationsportal des BMWE gelistet

22. Juli 2026

Materialbibliothek des Circular Material LAB mit dokumentierten Materialmustern, 3D-Drucker und Solarmodul; darüber das Logo des Reallabore-Innovationsportals des BMWE.

Das Circular Material LAB (CML) von RITTWEGER + TEAM ist jetzt im Reallabore-Innovationsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie als laufendes Reallabor im Themenfeld Kreislaufwirtschaft gelistet. Zusätzlich ist RITTWEGER + TEAM im Mitgliederbereich des Netzwerks Reallabore registriert.

Die öffentliche Listung dokumentiert den Reallabor-Ansatz, während die Netzwerkregistrierung den fachlichen Austausch mit Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung ermöglicht.

Reallabor für zirkuläre Materialsysteme

Das Circular Material LAB besteht seit dem 1. Januar 2019 in Erfurt und ist auf Dauer angelegt. Es verbindet mehr als 400 physische Materialmuster mit Materialbewertung, Forschung, Erprobung und Transformationsberatung.

Im Mittelpunkt steht nicht allein das einzelne Material. Untersucht wird, wie Materialauswahl, Produktgestaltung, Lieferkette, Nutzung und Rückführung als zusammenhängendes System funktionieren. Dabei geht es unter anderem um Reparierbarkeit, Wiederverwendung, sortenreine Trennung, Recyclingfähigkeit sowie um belastbare Angaben zu Inhaltsstoffen, Herkunft, Rezyklatanteilen und Leistungsdaten.

Das Circular Material LAB strukturiert diese Fragestellungen und zeigt, welche Prüfungen und Nachweise für eine belastbare Materialentscheidung noch erforderlich sind. Es ersetzt dabei keine normgerechte Laborprüfung, Zertifizierung oder vollständige Ökobilanz.

Regulatorische Hemmnisse aus der Praxis

Die Erprobung erfolgt innerhalb der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen und ohne Experimentierklauseln oder Ausnahmegenehmigungen. Dadurch werden praktische Hemmnisse sichtbar – etwa fehlende Materialdaten, ungeklärte Bewertungsmaßstäbe und Spannungsfelder zwischen Kreislaufzielen, Abfallrecht und Vergaberecht.

Die gewonnenen Erfahrungen liefern Hinweise darauf, welche Datenanforderungen, Bewertungsverfahren und Entscheidungsprozesse weiterentwickelt werden müssen, damit zirkuläre Materialien regulatorisch eingeordnet und praktisch eingesetzt werden können.

Die Aufnahme in das Reallabore-Innovationsportal ist weder ein Ranking noch ein Nachhaltigkeitssiegel. Sie dokumentiert den Reallabor-Ansatz des Circular Material LAB, bewertet jedoch nicht die Umweltleistung oder Kreislauffähigkeit einzelner Produkte und Materialien.

Reallabore sind praxisnahe Erprobungsräume, in denen neue Technologien, Verfahren oder Geschäftsmodelle unter realen Bedingungen getestet werden. Dabei zeigt sich, was technisch funktioniert, praktisch umsetzbar ist und wo rechtliche oder organisatorische Hürden bestehen.

Das Reallabore-Innovationsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) bündelt Informationen und Praxisbeispiele, berät bei der Umsetzung und vernetzt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Über die Reallabore-Landkarte ist das Circular Material LAB gemeinsam mit geplanten, laufenden und abgeschlossenen Projekten auffindbar.

Screenshot der Reallabore-Landkarte mit dem Eintrag „Circular Material LAB“ im Themenfeld Kreislaufwirtschaft und Standort Erfurt.

Über die Reallabore-Landkarte ist das CML gemeinsam mit geplanten, laufenden und abgeschlossenen Projekten auffindbar.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist das Circular Material LAB?

Das Circular Material LAB ist ein Reallabor für Kreislaufwirtschaft und zirkuläre Materialsysteme. Es verbindet physische Materialbibliothek, Materialbewertung und praxisnahe Transformationsberatung.

Was wird im Circular Material LAB erprobt?

Untersucht wird, wie Materialien unter realen Bedingungen länger genutzt und in Kreisläufen geführt werden können. Dazu gehören Wiederverwendung, Reparierbarkeit, Trennbarkeit, Recyclingfähigkeit, Materialdaten, Nachweise sowie Anforderungen an Design, Lieferkette und Rückführung.

Für wen ist das Circular Material LAB relevant?

Für Unternehmen und Projektteams, die Materialien für Produkte, Bauvorhaben, Innenräume, Geschäftsmodelle oder Beschaffung prüfen. Besonders relevant ist es für Entwickler:innen, Architekt:innen, Designer:innen, Bauherr:innen, ESG-Verantwortliche, Nachhaltigkeitsteams, Materialhersteller und Materialinnovator:innen.