RITTWEGER und TEAM konzipiert für die Adolf Würth GmbH & Co. KG das erste Cradle to Cradle®-Produktkonzept und begleitet das Unternehmen beim Einstieg in die Circular Economy

14. März 2017

Konzeptbild der Cradle to Cradle Ausstellung im CARMEN WÜRTH FORUM mit dem VARIFIX® Schnellmontagesystem, de, ersten Cradle to Cradle zertifizierten Montageschienensystem für Gebäudetechnische Installationen
Pünktlich zur Branchenleitmesse ISH 2017 in Frankfurt am Main präsentiert Würth das erste Cradle to Cradle®-zertifizierte Schnellmontagesystem VARIFIX®. Unser Agenturteam hat in einem 2-jährigen Entwicklungs- und Zertifizierungsprozess und verschiedenen Design Thinking Sessions Lösungen für den Produkt-Lebenszyklus und die Kommunikation erarbeitet.

Stoffkreisläufe gelten als derzeit größter Innovationsfaktor in der Baubranche. Mit über 50 Prozent trägt die Branche den größten Anteil am weltweiten Ressourcenverbrauch. Zukunftsorientierte Unternehmen greifen daher zunehmend den Gedanken einer echten Kreislaufwirtschaft auf.

Weltweit sind derzeit bereits rund 170 Bauprodukte durch das Cradle to Cradle Product Innovation Institute in Oakland/Kalifornien zertifiziert. In einigen europäischen Ländern wie Luxemburg oder den Niederlanden strebt man derzeit an, dass alle öffentlichen Gebäude nach Cradle to Cradle®-Standard gebaut werden.

In gemeinsamer Teamarbeit mit dem Projektentwickler Drees & Sommer AG aus Stuttgart sowie mit der EPEA Internationale Umweltforschung GmbH Hamburg wurde das von uns entwickelte Cradle to Cradle®-Konzept für den Zertifizierungsprozess übernommen. Dabei konnte RITTWEGER und TEAM auch seine Erfahrungen bei der Auditierung von Sozial Standards und der Ermittlung des Carbon Footprints einbringen und mit Würth ein Global Compact Self Assessment erarbeiten.

Eine Cradle to Cradle®-Zertifizierung ist die derzeit härteste Produkt- und Qualitätsprüfung, die neben einer Bewertung von ökologischen und sozialen Komponenten auch eine lückenlose Analyse der Materialgesundheit vornimmt. Die Erstellung eines human- und ökotoxikologischen Profils, die Rückverfolgung der wesentlichsten Inhaltsstoffe in der Lieferkette, ein Konzept zur systematischen Rezyklierbarkeit, der Einsatz regenerativer Energien, ein standortbezogenes Wassermanagement sowie Social Hotspot-Analysen für alle Herkunftsländer bilden die Grundlagen.

Die Einstufung in eines der fünf Zertifizierungslevels und die Erteilung des 2 Jahre gültigen Cradle to Cradle®-Zertifikats erfolgt nach umfangreicher Prüfung schließlich durch ein unabhängiges Institut, dem Cradle to Cradle Innovation Institute in Oakland/Kalifornien. Das Cradle to Cradle®-Designkonzept (C2C) wurde vom deutschen Wissenschaftler und heutigem EPEA-Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Braungart zusammen mit dem US-Architekten William McDonough entwickelt.